
Das Küstenschutzbauwerk vor der wilden Nordsee
Das Eidersperrwerk liegt an der Mündung der Eider in die Nordsee nahe Tönning in Schleswig-Holstein. Es befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Wesselburenerkoog und grenzt zugleich an das Gebiet der Stadt Tönning.

Als größtes Küstenschutzbauwerk Deutschlands erfüllt es eine zentrale Aufgabe: den Schutz der umliegenden Regionen vor den Sturmfluten der Nordsee. Durch seine massive Bauweise und technische Ausstattung trägt es entscheidend dazu bei, Überschwemmungen zu verhindern und das Hinterland vor den Auswirkungen extremer Wetterereignisse zu bewahren.
Nach der Sturmflut in Hamburg von 1962, die auch Tönning schwer traf, stand die Frage im Raum, ob die Deiche entlang der Eider verstärkt oder stattdessen ein Sperrwerk an der Mündung gebaut werden sollte. Letztlich entschied man sich für die zweite Lösung.

Der Bau begann im Jahr 1967 und stellte die Ingenieure vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere aufgrund der komplizierten Strömungsverhältnisse im Mündungsbereich. Diese Schwierigkeiten führten zu entsprechend hohen Kosten von rund 170 Millionen D-Mark, was heute etwa 401 Millionen Euro entspricht. Durch das Sperrwerk konnte die Außendeichlinie an der Eidermündung erheblich verkürzt werden – von ursprünglich etwa 60 Kilometern auf nur noch 4,8 Kilometer.
Das Sperrwerk wurde am 20. März 1973, als ein Jahrhundertbauwerk eingeweiht.






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