Moorleiche Frau von Peiting im Textilmuseum Neumünster

21.12.1993 - 16:59
Die Moorleiche Frau von Peiting im ehemaligen Textilmuseum Neumünster. Foto: ©David Beck

Neumünster; Die Moorleiche Frau von Peiting, die in der populärwissenschaftlich auch als Moorleiche Rosalinde bezeichnet wird, wurde 1957 beim Torfarbeiten im Moor Weiter, zwischen den oberbayerischen Gemeinden Peiting und Hohenpeißenberg, in einem Holzsarg entdeckt und wurde für die wissenschaftliche Bearbeitung, Konservierung und mehrere gerichtsmedizinische Obduktionen nach Neumünster in Schleswig-Holstein verbracht.

Die Untersuchungen ergaben, dass der sensationelle Fund, der gut erhaltenen Moorleiche in das 14. bis 15. Jahrhundert.zu datieren ist und vermutlich rund 600 Jahre im Hochmoor begraben lag.

Ein Blick ins Textilmuseum Neumünster im Jahr 1993, zeigt die große Sammlung an historischen Webstühlen. Foto: ©David Beck

Da weder das Landesamt für Denkmalpflege in Bayern, noch die Gemeinde Peiting Anspruch auf die Frau von Peiting erhoben, wurde die Moorleiche in den großzügigen Räumlichkeiten des Grausauschen Tuchhauses im Textilmuseum Neumünster in der Parkstraße 17 aufbewahrt und ausgestellt, die auch eine große Sammlung an historischen Webstühlen zeigte.

Erst 1987 forderte die Gemeinde Peiting den Fund zurück und so wurde mit der Neukonzeptionierung des ehemaligen Textilmuseums Neumünster, der Fund 2007 an den Freistaat Bayern zurück geben, der seitdem für Erhaltung und wissenschaftliche Untersuchung des Fundes verantwortlich ist.